Pflanzen, Gießen und Gedeihen

Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen;
aber Gott hat das Gedeihen gegeben.
So ist nun weder der da pflanzt noch der da begießt, etwas,
sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
Der aber pflanzt und der da begießt, ist einer wie der andere.
Ein jeglicher aber wird seinen Lohn empfangen nach seiner Arbeit.

1 Korinther 3:6-8

Ja, ich weiß, in dem 3. Kapitel des 1. Korintherbriefs geht es nicht unbedingt um das Pflanzen im Garten, sondern um Spaltungen und Uneinigkeiten in der Gemeinde. Es geht aber auch darum, dass Christus (Gott) das Fundament — der Grund auf den gebaut (und vertraut) werden muss — ist. Und gerade deshalb passt das so gut zum heutigen Beitrag.

Doch zuerst gibt es mal eine kurze Vorgeschichte…

Ich war mächtig stolz, als wir vor knapp vier Jahren ein Gewächshaus gekauft hatten. Es wurde auch umgehend geliefert. Das Paket enthielt Plexiglasstücke, sämtliche Aluminiumstangen, sechs Teile für die Verankerung im Boden und nahezu endlos viele Schrauben, Unterlagsscheiben und Muttern. Der Aufbau erwies sich als ziemlich mühselig und hatte meine Geduld auf eine harte Probe gestellt.

Stefan ließ nicht locker und so hat es am Ende doch noch (fast) geklappt. Fast? Ja, nur fast. Wir sahen mit großem Bangen der Ankunft von Ex-Hurrikan Ophelia entgegen. Das Meteorologische Wetteramt gab eine „Orange Warnung“ heraus und die Nachrichten in Irland warnten davor, dass Ophelia der mächtigste Sturm sei der jemals soweit östlich des Atlantiks gesehen wurde. Auweia!!!

Unser Gewächshaus überlebte den Hurrikan einwandfrei und ohne Beschädigungen. Und somit machten wir uns wieder an die Arbeit, damit das Gewächshaus fertig sein würde bevor Sturm Brian eintreffen konnte. Er wurde für fünf Tage nach Ophelia angesagt. Was waren wir froh, dass die Meterologen uns voraussagten, dass Brian nicht die gleiche Stärke wie der Hurrikan haben würde!

Tsja, der Einschlag war jedoch verheerend — vielerorts in Irland und so auch bei uns. Konnte unser Gewächshaus der Ophelia gegenüber noch standhalten, im Sturm Brian wurde es regelrecht im Garten umeinander gewirbelt. Wir versuchten krampfhaft die großen und verbogenen Teile in regelrechter Windeseile abzubauen damit sie nicht weggeblasen wurden und Schaden in der Nachbarschaft anrichten konnten.

Innerhalb nur weniger Stunden waren ein paar Hunderte von €uros wortwörtlich Vom Winde verweht. „Nie wieder ein Gewächshaus,“ sagte ich zu Stefan. Das hatte sich im letzten Jahr geändert. Die Geschichte erzähle ich euch in einem anderen Beitrag.

Um wieder zurück zum Anfang des Blogbeitrages zu kommen…

Wir können die beste Erde verwenden, die teuersten Samen kaufen und sämtliche davon pflanzen, ordentlich gießen und alle empfohlenen Dünger und Schutzmittel an die Pflanzen bringen, es wird uns alles nichts helfen, wenn die Pflanzen nicht wachsen und keine Früchte tragen wollen!

Gott allein lässt die Pflanzen gedeihen und Frucht tragen. Das zu glauben mag für manche von euch schwierig sein, doch es ist nunmal die Wahrheit. Das schöne an diesem Glauben ist, dass die dadurch gewonnene Früchte bedeutend robuster und auch schmackhafter sind.

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